Strom und Energie für Ahlen
Gleichstrom – Wechselstrom
Es gibt zwei verschiedene Stromarten, Gleich- und Wechselstrom. Sie haben viele Unterschiede, sowohl in der „Funktion“ als auch in der technischen Bedeutung.Gleichstrom ist elektrischer Strom, dessen Stärke und Richtung sich nicht ändert. In der Praxis wird auch Mischstrom mit einem überwiegendem Gleichstromanteil als Gleichstrom bezeichnet. Quellen von Gleichstrom sind unter anderem Batterien und Akkus sowie Solar- und Brennstoffzellen. Gleichstrom wird hauptsächlich in der Elektronik verwendet, da fast alle elektronischen Schaltungen Gleichstrom benötigen. Auch in der Nachrichtentechnik ist er unverzichtbar. Eine weitere Verwendungsmöglichkeit von Gleichstrom ist die Übertragung elektrischer Leistungen bei hohen Spannungen über große Distanzen, da hierbei geringere Übertragungsverluste als beim Wechselstrom auftreten.
Wechselstrom
Wechselstrom ändert im Gegensatz zu Gleichstrom periodisch seine Polung, also seine Richtung. Er wird hauptsächlich in der elektrischen Energieversorgung verwendet, da er sehr einfach zu erzeugen und übertragen ist. Im Betrieb ist er wesentlich billiger als Gleichstrom.Zwischen Gleich- und Wechselstrom herrschte schon seit dem späten 19. Jahrhundert eine Art Konkurrenz. Als Thomas Edison 1880 die Glühbirne erfand, wurde für sie Gleichstrom verwendet. Allerdings zeigte sich schnell, dass diese Stromart nicht sehr geeignet war, um die erforderliche Leistung zu bringen. Wechselstrom, der sich zu dieser Zeit etwa parallel entwickelte, hatte den Vorteil, dass man bei im mit Hilfe von Transformatoren die Spannung je nach Bedarf verändern konnte. Als sich Nikola Tesla 1893 mit einem verbesserten Wechselstromgenerator für die Weltausstellung in Chicago bewarb, gewann er die Ausschreibung gegen Edisons Gleichstromkonzept, da dieses viel teurer war. Das war der entscheidende Durchbruch für den Wechselstrom, der sich bis heute durchgesetzt hat.